Dienstag, 02 Dezember 2014 08:37

Abschlussübung

Als Abschluss für das Übungs-Halbjahr gibt es immer ein größeres Szenario zu bewältigen. Am 27. November wurden unsere Kameraden zur Fa. Gerstenmayer zu einer "Person in Notlage" gerufen.

Dem Einsatzleiter bot sich jedoch folgendes Bild: Bei Holzarbeiten war ein Lader beladen mit einem Bund Holz gekippt. Das Holz ist abgerutscht und hat eine Person darunter begraben. Der Fahrer des Laders dürfte sich dabei den Kopf gestoßen haben und war bewusstlos. Der durch das Kippen des Fahrzeuges ausgeflossene Dieseltreibstoff entzündete sich und führte zu einer Rauchentwicklung.

Die zahlreichen Besucher der Übung hatten somit alle Hände voll zu tun. Das Fahrzeug wurde gesichert, damit es nicht mehr kippen konnte. Die Person unter dem Holz wurde betreut und mittels Hebekissen befreit. Der Fahrer konnte durch das Spineboard und dem zuvor angelegten Stifneck schonend aus dem Fahrzeug gerettet werden.

Ziel der Übung war es, die Themen der Übungen aus dem letzten Halbjahr zu wiederholen und das gelernte anzuwenden.

Nachdem wieder alle Geräte versorgt waren, gab es noch einen gemütlichen Abschluss mit einer Jause, bei der die Übung noch einmal besprochen wurde.

Zahlreiche Feuerwehrmitglieder nutzten den Ausbildungsabend am 13. November, um ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Geübt wurden dabei die wichtigsten lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie die richtige Lagerung, die Helmabnahme, die Rettung aus der Gefahrenzohne, der Notfall-Check, die stabile Seitenlagerung und die Herz-Lungen-Wiederbelebung inklusive Laien-Defibrillator. Im Anschluss an die kurzweilige Ausbildungsveranstaltung lud Erste-Hilfe-Trainerin und "Geburtstagskind" Evelyn Hofbauer alle teilnehmenden Feuerwehrmitglieder zu einer gemeinsamen Jause ein. Herzlichen Dank dafür!

Seit Kurzem gilt für Niederösterreichs Atemschutzgeräteträger ein neues Ausbildungskonzept, das sich in insgesamt sechs Stufen gliedert. Die dritte dieser Ausbildungsstufen beinhaltet die erweiterte Ausbildung für Atemschutzgeräteträger auf Feuerwehrebene und schließt an die Absolvierung des Moduls "Atemschutz", das auf Bezirksebene zu absolvieren ist, an. Wichtige Ausbildungsziele sind eine Vertiefung der Ausbildung auf die in der Feuerwehr vorhandenen Gerätschaften und die angewandten Techniken und Taktiken im Atemschutzeinsatz. Am 6. November absolvierten fast 20 aktive Feuerwehrmitglieder diese Ausbildung in Form eines, aus sieben Stationen bestehenden, Parcours erfolgreich.

Die Schulung am 30. Oktober hatte das Thema "Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen" zum Inhalt. Unser Feuerwehrmitglied Nina Nemec, selbst als Peer für den NÖ Landesfeuerwehrverband tätig, stellte diese "psychologischen Ersthelfer" der Feuerwehren als "Gleiche unter Gleichen" vor, zeigte eindrucksvoll wie die Psyche einer Einsatzkraft durch einen belastenden Einsatz beeinflusst wird, und lud die Schulungsteilnehmer zur Selbstreflexion ein. Auch wenn vermutlich jede Einsatzkraft mit belastenden Einsätzen anders umgeht, zeigte Nina Nemec in ihrem Vortrag auf, wo die Grenze zwischen ganz normaler Stressverarbeitung und Belastungsstörung liegt, und wie einem Feuerwehrmitglied geholfen werden kann, sollte es an einer Belastungsstörung leiden.

Es ist 19:30 Uhr am Donnerstag, dem 16. Oktober, als der Unterabschnitt 3 über Funk zu einem Wohnhausbrand nach Karlstetten alarmiert wird, bei dem drei Kinder im brennenden Gebäude vermisst sind - die Einsatzübung nimmt ihren Lauf.

Zuerst trifft Pumpe Hausenbach am Ort des Geschehens ein. Der aufgeregte Vater der Kinder empfängt die Einsatzkräfte und fleht die ersteintreffenden Einsatzkräfte an, doch endlich seine Kinder aus dem ersten Obergeschoß zu retten. Schnell wird eine Schiebeleiter in Stellung gebracht und die zwei am Balkon stehenden winkenden Kinder über den geschaffenen Fluchtweg über die Leiter gerettet. Nun trifft das Karlstettner Kommandofahrzeug ein, der Einsatzleiter FT Dominik Macher übernimmt die Koordination der weiteren Maßnahmen.

 

Am 3. Oktober war es nach zweimonatiger Vorbereitung soweit: zwei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Karlstetten legten erfolgreich die Ausbildungsprüfung Löscheinsatz in Stufe 1 am Schlossplatz in Karlstetten ab. Vier Prüfer der FF Eichgraben waren dazu nach Karlstetten gekommen, und konnten durch eine solide Arbeit der Karlstettner von deren Leistung überzeugt werden. Bürgermeister Mag. Anton Fischer und Feuerwehrkurat Mag. Josef Piwowarski waren unter den interessierten Zuschauern und gratulierten im Anschluss den Feuerwehrmitgliedern zu der hervorragenden Darbietung ihres feuerwehrfachlichen Ausbildungsstands.

Die Ausbildungsprüfung Löscheinsatz umfasst eine Wissensstandüberprüfung in Geräte- und Schadstofflehre, Erste Hilfe und Knotenkunde und einen simulierten Löschangriff unter umluftunabhängigen Atemschutz in einer Sollzeit zwischen sechs und zehn Minuten. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die taktisch richtige Vorgangsweise gelegt, wodurch ein hoher Grad an Realismus erreicht wird.

Freitag, 03 Oktober 2014 08:40

Maschinistenausbildung: Einbaupumpe des TLF

Gestern war das Thema der wöchentlichen Übung: die Einbaupumpe des Tanklöschfahrzeugs. 
Dabei wurde den Maschinisten und den weiteren Interessenten erklärt, wie die Einbaupumpe des TLF genau funktioniert und wie sie zu bedienen ist. Der große Schwerpunkt bestand jedoch darin, Szenarios durchzugehen, die während eines Einsatzes auftauchen können: Was kann man machen, wenn kein Wasser in die Pumpe oder in den Tank kommt, durch eventuelle technische oder pneumatische Probleme? Wie kann man die Pumpe im Notbetrieb bedienen, damit man Wasser transportieren kann und somit ein Brand gelöscht werden kann? Nach der Theorie wurden diese Szenarios auch in der Praxis geübt.

Donnerstag, 25 September 2014 22:11

Maßnahmen nach Forstunfällen

Die Übung am 25. September stand ganz im Zeichen von Maßnahmen nach Forstunfällen. Nach einer Wiederholung der wichtigsten Regeln im Umgang mit einer Motorkettensäge mussten die Teilnehmer mit unterschiedlichsten Hilfsmitteln einen ungesicherten Holzstapel sichern und anschließend einen Person, die unter mehreren Baumstämmen eingeklemmt war, unter Einsatz von Hebekissen retten. Aufgrund der Lage der Marktgemeinde Karlstetten am Rande des Dunkelsteinerwalds muss seitens der Feuerwehr stets mit einem derartigen Szenario gerechnet werden. Die Feuerwehr Karlstetten ist auch dank dieser Übung bestens für solche Szenarien gerüstet.