Die Freiwillige Feuerwehr Karlstetten besitzt aufgrund ihrer Größe ein Tanklöschfahrzeug mit eingebauter Pumpe und ein Löschfahrzeug mit mobiler Pumpe, einer sogenannten Tragkraftspritze.
Unsere bisherige Tragkraftspritze war 36 Jahre im Dienst, musste jedoch nun endgültig ausgeschieden werden, eine erneute große Reparatur hätte sich finanziell nicht mehr ausgezahlt. Daher wurde eine neue Tragkraftspritze FOX 4 der neuesten Generation angeschafft.
Diese neue Pumpe bietet neben vielen kleinen Extras (wie LED-Unterboden-Beleuchtung damit beim Tragen der Pumpe im Dunkeln den Weg ausgeleuchtet wird) vor allem enorme Pumpen und Saugkraft von bis zu 8m Saugtiefe. Bei 3m Saugtiefe liefert die Pumpe durchschnittlich 1600 l/min Löschwasser.
Vor allem bei Einsätzen außerhalb des Ortes, wo kein Hydrant-Netz vorhanden ist, wird diese Pumpe eingesetzt und komplettiert somit wieder unsere Einsatz-Ausrüstung.
Gestern Abend fand eine Übung im Stationsbetrieb statt:
BM Christoph Kitzweger schulte die Mannschaft im richtigen Umgang beim Anleitern mit der 3-teiligen Schiebeleiter. Mit dieser Leiter können unsere Mitglieder auf bis zu 14m Höhe steigen, daher gibt es bei der Aufstellung dieser Leiter doch einige Punkte zu beachten.
Im zweiten Teil des Stationsbetriebes brachte SB Evelyn Hofbauer die wichtigsten Funktionen der digitalen Funkgeräte sowie deren richtige Einstellung je Anwendungsfall dieser in Erinnerung. Im Anschluss daran wurden verschiede Gerätschaften per Funk beschrieben wobei die Geräte von den jeweiligen Gegenstellen erfragt wurden.
Da auch im unserem Einsatzgebiet mehrere Aufzüge verbaut sind und wir jederzeit zu Notbefreiungen aus solchen alarmiert werden können sind regelmässige Schulungen zu diesem Thema unerlässlich.
So begingen beim gestrigen Übungsabend 10 Mitglieder alle Aufzugstypen und vertieften bzw. wiederholten die notwendigen Handgriffe im Falle einer Notbefreiung.
Um bei Brandereignissen speziell in der Anfangsphase die richtigen Schritte gesetzt werden können ist es notwendig in regelmässigen Abständen die Grundlagen der Brandbekämpfung zu beüben. Somit sollten im Ernstfall die notwendigen Handgriffe sitzen.
Diesmal stand die Brandbekämpfung mit unserem Tanklöschfahrzeug (ein klassischer "Erstangreifer") am Übungsplan. Hierbei wurden die unterschiedlichen Strahlrohrtypen erklärt und auch ausprobiert.
Am Freitag Abend konnte nach längerer Zeit wieder eine Übung mit mehreren Feuerwehren stattfinden.
Im Zuge der Übung des Unterabschnitt 3 (bestehend aus den FF der Gemeinden Karlstetten und Neidling) arbeitete die FF Weyersdorf ein schwieriges, realistisches Szenario am Gelände der Fam. Fessel in Lauterbach aus.
Zusätzlich zu den 4 Feuerwehren Neidling, Weyersdorf, Hausenbach und Karlstetten unterstützten uns auch noch die angrenzenden Wehren aus dem Bezirk Melk (FF Gansbach - Kicking und FF Häusling) bei dieser Übung, da aufgrund der Löschmittelknappheit eine ca. 600m lange Zubringleitung aus der Dorfmitte aus Lauterbach verlegt und betrieben wurde.
Von den Tanklöschwagen wurde teilweise unter Atemschutz sowohl ein Löschangriff im Gebäude inkl. Suche nach vermissten Personen in einem Gästehaus als auch ein Aussenangriff auf den daneben liegenden Pferdeunterstand vorgenommen.
Ebenfalls dabei war diesmal unsere Mitglieder der Feuerwehrjugend des Unterabschnitts die sich - in Kleingruppen aufgeteilt mit je einem Betreuer - die Übung von allen Seiten anschauen und auch das eine oder andere selbst ausprobieren konnten.
Herzlichen Dank an die FF Weyersdorf für die Ausarbeitung dieser spannenden Übung sowie auch an Fam. Fessel für Erlaubnis auf ihrem Grund zu üben und besonders für die anschließende Bewirtung!
Endlich lassen die wärmeren Temperaturen wieder "nasse" Übungen zu: Daher startete man am 17. März mit einer praktischen Löschgruppen-Übung offiziell in die Übungssaison.
Dabei stand unser Löschfahrzeug und dessen Ausrüstung im Vordergrund: Mittels Tragkraftspritze und Saugschläuchen wurde Wasser aus einem Teich angesaugt. Über eine längere Schlauchleitung wurden damit die Strahlrohre mit Wasser versorgt.
Vor allem bei Brandeinsätzen außerhalb des Ortsgebietes und ohne vorhandenes Hydrantennetz (z.B. Waldbrände) ist eine solche Wasserversorgung enorm wichtig und muss daher stets beübt werden.
Mit der ÖBB Güterzugumfahrung kam ein weiterer Tunnel in unserem Feuerwehrabschnitt hinzu. Der Tunnel selbst ist in 3 mögliche Einsatzabschnitte unterteilt und bei einem der Abschnitte wird unsere Feuerwehr im Brandfall mit 2 Fahrzeugen mitalarmiert. Generell sind bei einem solchen Ereignis viele umliegende Feuerwehren beteiligt.
Aus diesem Grund fand heute Nachmittag eine groß angelegte Übung statt. Mit Kommando- und Tanklöschfahrzeug rückte man seitens unserer Feuerwehr aus und fuhr den angewiesenen Platz beim Tunnel an. Danach wurden Einstiegsstellen und mögliche Szenarien erkundet bevor die Übung mit einer gemeinsamen Abschlussbesprechung geschlossen wurde.
Das Wochenende vom 12. - 14.11.2021 absolvierten fünf (!) junge Mitglieder der FF Karlstetten das Modul "Basiswissen Block B" in Weinburg.
Dieses Modul bildet den Abschluss der Grundausbildung im Feuerwehrdienst, daher werden uns diese 5 Mitglieder künftig auch tatkräftig bei Einsätzen unterstützen.
Wir gratulieren
- PFM Fabian Aschauer
- PFM Julius Fischer
- PFM Sophia Gerstenmayer
- PFM Gregor Schmidt
- PFM Felix Zeillerbauer
und freuen uns sie im Einsatzdienst willkommen heißen zu dürfen.
Dieses Modul wurde vom AFKDO St.Pölten West veranstaltet, alle Feuerwehren des Abschnittes stellen für die unterschiedlichen Themen Ausbilder zur Verfügung um die jungen Mitglieder auszubilden. Seitens der FF Karlstetten wurde am Freitag abend eine Theorie-Schulung abgehalten, welche Coronabedingt bereits zum 2. Mal bei diesem Modul online abgehalten werden musste.
Jeweils Samstag und Sonntag morgens wurden alle Teilnehmer, Ausbilder und organisatorische Mitarbeiter vom feuerwehrmedizinischen Dienst einem tagesakutellen Corona Test unterzogen!