Wärmebildkamera Empfehlung

Argus 4 Wärmebildkamera Argus 4 Wärmebildkamera

Die Freiwillige Feuerwehr Karlstetten verfügt seit 2010 über eine Wärmebildkamera. Diese Gerätschaft unterstützt uns bei der Suche von Personen indem sie die für den Menschen eigentlich unsichtbare Infrarot-Strahlung die jeder Gegenstand aussendet sichtbar macht. Je heißer der Gegenstand, desto höher der Kontrast am Bildschirm der Wärmebildkamera.

Wie funktioniert eine Wärmebildkamera?

Alle Gegenstände strahlen Energie in Form von elektro-magnetischer Strahlung ab. Die nähere Bezeichnung dieser elektromagnetischen Strahlung hängt von deren Wellenlänge ab. Strahlung mit einer Wellenlänge knapp länger als die von sichtbarem Licht wird als thermische oder infrarote Strahlung bezeichnet.

Eine Wärmebildkamera besitzt einen Sensor, der diese thermische Strahlung detektiert und sie in elektrische Signale umwandelt.

Diese Signale werden zurück in ein Bild auf dem Display der Kamera umgewandelt. Dies ermöglicht es, thermische Strahlung sichtbar zu machen, die sonst unsichtbar für das menschliche Auge ist. Je größer die Temperaturunterschiede der an den Objekten sind, die betrachtet werden, desto höher sind auch die Kontrastunterschiede des Bildes.

Wie misst die Wärmebildkamera Temperatur?

Indem sie thermische Strahlung eines Objekts misst, errechnet die Kamera dessen Temperatur ohne in direkte Verbindung mit dem Objekt zu kommen.

Der Sensor der Wärmebildkamera (ein sg. Mikrobolometer) besitzt 19.200 Pixel (bei einer Auflösung von 160 x 120 Pixel). Die Kamera zeigt die gemessene Temperatur im Zentrum des dargestellten Bildes an, indem sie den Mittelwert der Messwerte der in der Mitte liegenden 16 Pixel (4 x 4 Fläche) berechnet. Die errechnete Temperatur wird dabei in Grad Celsius oder Grad Fahrenheit am LCD-Bildschirm in einer Auflösung von 1°C angezeigt. Das Bild, das am LCD angezeigt wird, kann sogar Temperaturunterschiede in einer noch höheren Auflösung darstellen, nämlich in einer Auflösung von 0,1°C.

Damit die Kamera eine genaue Temperaturanzeige und ein klares Bild bewerkstelligen kann, kalibriert sie sich in regelmäßigen Abständen automatisch. Während der Rekalibrierung friert das Bild für einige Sekundenbruchteile ein und ein klickender Ton könnte hörbar werden.

Wie kann eine Wärmebildkamera im Dunkeln und durch Rauch sehen?

Die Kamera benötigt kein sichtbares Licht um zu funktionieren. Sie misst elektromagnetische Strahlung höherer Wellenlängen. Deshalb kann sie auch bei völliger Dunkelheit Bilder der Umgebung darstellen.

Anders als sichtbares Licht wird thermische Strahlung nicht durch Rauch abgeschirmt, deshalb ermöglicht es eine Wärmebildkamera durch den Rauch zu sehen, als wäre er nicht da. Es ist jedoch mit einer Wärmebildkamera durch Objekte oder Substanzen zu blicken, die thermische Strahlung absorbieren (z.B. Glas oder Wasser).

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